Gestaltungstherapie
In der Gestaltungs- oder Kunsttherapie geht es darum, Teile der Seele mit Hilfe bildnerischer
Materialien auszudrücken, die nicht oder nur schwer in Worte gefasst werden können. Bildnerische
Materialien können z.B. verschiedene Farben, Ton, Stein, Holz oder Papier sein. Ziel ist es nicht,
ein hochwertiges Kunstwerk zu schaffen oder Leistung zu erbringen, sondern einen nicht sprachlichen
Zugang zu diesen Teilen der Seele zu finden. Indem man ihnen eine bestimmte Gestalt gibt, werden
sie greifbarer und dadurch leichter zu verstehen.
Die Gestaltungs- oder Kunsttherapie wird bei uns als selbstverständlicher Bestandteil der
stationären Psychotherapie in Form von Einzel- und Gruppensitzungen durchgeführt. In den
Einzelgesprächen setzen Sie sich mit einem Thema gestalterisch auseinander, das sie selbst
bestimmen. Dabei steht Ihnen die Therapeutin als unterstützendes und mitfühlendes Gegenüber zur
Verfügung. In der Gruppe liefern vor allem Ihre MitpatientInnen Ideen, die bei ihnen durch die
geschaffenen Werke hervorgerufen werden. Diese erleichtern es, die unbewussten Teile Ihrer Seele
besser zu verstehen.
Für weiterführende Informationen:
• Kraus, W. (2007): Die Heilkraft des Malens: Einführung in die Kunsttherapie. München: Beck.
• Schottenloher, G. (20087): Kunst- und Gestaltungstherapie – Eine praktische Einführung.
München: Kösel.








