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Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Tränenwegsstenose beim Kleinkind


Häufig besteht beim Kleinkind in den ersten Lebenswochen und –monaten ein tränendes und entzündetes Auge.

Normalerweise fließen die Tränen durch zwei kleine Öffnungen im Unter- und Oberlidrand (unterer und oberer Tränenpunkt) in den Tränengang und von dort in die Nase und den Rachen.

Der Tränen-Nasengang, der sich beim Neugeborenen in der Regel spontan öffnet, bleibt in manchen Fällen in den ersten Lebenswochen und –monaten noch verschlossen. Dann neigt das Auge leicht zu Tränen und Entzündungen.

Bei jedem Wickeln Ihres Kindes sollten Sie den Tränen-Nasengang von außen massieren.
Legen Sie den Zeigefinger seitlich an die Nase Ihres Kindes und führen Sie die Fingerkuppe unter leichtem Druck nach oben hin bis zum inneren Lidwinkel. Manchmal kommt es bei verschlossenem Tränennasengang zu Infektionen und chronischen Entzündungen am Auge. Dann sind antibiotische oder abschwellende Augentropfen notwendig, die Sie nach Vorschrift Ihres Augenarztes mehrmals täglich in den unteren Bindehautsack Ihres Kindes eintropfen. Dies sollte nach der geschilderten Fingerkuppenmassage geschehen.

Tränendes und/oder entzündete(s) Auge(n)

In seltenen Fällen öffnet sich der Tränen-Nasengang in den ersten 12 Monaten nicht von selbst. Sollte am Ende der ersten Lebensjahres noch ein verschlossener Tränen-Nasengang bestehen, dann muss von Ihrem Augenarzt in Kurznarkose eine Spülung und Sondierung des Tränen-Nasengangs vorgenommen werden. Man wartet jedoch mit diesem Eingriff bis zum Ende des 12. Lebensmonates weil:
  1. sich der Tränen-Nasengang in der Regel bis dahin von selbst öffnet, und
  2. das Risiko einer Verletzung der Schleimhaut des Tränen-Nasengangs durch den operativen Eingriff (Sondierung und Spülung) nach diesem Zeitpunkt deutlich geringer ist.

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