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Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Sinusitis


In der BRD werden pro Jahr etwa 10 Millionen Diagnosen für Sinusitis gestellt. Damit ist die Sinusitis eines der häufigsten Gesundheitsprobleme in der BRD. Sie kommt häufiger vor als die Arthritis oder der Bluthochdruck und belastet die Lebensqualität sogar mehr als Diabetes oder Herzschwäche. Die Betroffenen leiden nicht nur an körperlichen Symptomen, sondern häufig auch seelisch.

Unter Sinusitis versteht man eine Entzündung des Nasennebenhöhlensystems, die sowohl durch Bakterien als auch durch Viren verursacht wird. Bei verschlossenen Ausführungsgängen kann der Abfluss von Nasensekret nicht stattfinden. Dieser Zustand führt letztendlich zu entzündlichen und infektiösen Nasennebenhöhlen.


Was wird als Nasennebenhöhle bezeichnet?

Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Taschen und liegen neben der Nase im knöchernen Gesichtsschädel. Es gibt auf jeder Gesichtshälfte vier verschiedene Nasennebenhöhlen -Typen. 

Kopie von 02-28-08 PR Front_und_ Profil_Nasennebenhoehlen
 
(grün = Stirnhöhle; lila = Siebbeinhöhle; gelb = Keilbeinhöhle; blau = Kieferhöhle)

Jede Höhle hat einen Ausführungsgang durch den Schleim
abfließt. Diese Schleim-Drainage ist ein ganz normaler Vorgang, der die Nasennebenhöhlen gesund erhält.

Die Sinusitis wird üblicherweise durch eine Erkältung, Allergie oder eine starke Umweltbelastung hervorgerufen. Die dadurch ausgelösten Symptome, wie z.B. ein erhöhter intranasaler Druck und eine Verlegung der Nase, bauen sich innerhalb weniger Tage auf. Halten die Symptome an, kann sich dadurch eine bakterielle Infektion - in der Fachsprache akute Sinusitis genannt – entwickeln. Wenn dieser Zustand öfter eintritt, mindestens drei Monate oder länger andauert, spricht man von einer chronischen Sinusitis.

• Gesichtsschmerz, Druckgefühl oder Schwellung
• Verstopfung der Nase
• Ausfluss von verfärbtem Nasenschleim
• Verlust des Riechvermögens
• Kopfschmerz
• Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Die häufigsten Behandlungsformen einer chronischen Sinusitis sind die medikamentöse Therapie und/oder eine herkömmliche Nasennebenhöhlenchirurgie. Als medikamentöse Behandlung kommen u.a. Sprays, Antibiotika und Kortisonpräparate in Frage.
Eine herkömmliche Nasennebenhöhlenchirurgie oder das Ballon-Katheter-Dilatationsverfahren bieten sich in der Folge an. 


Schritt 1: Wenn Ihr Arzt das Ballon-Katheter-Dilatationsverfahren anwendet, führt er zunächst einen Nebenhöhlen-Führungskatheter und einen flexiblen Führungsdraht durch die Nasenöffnung in die entsprechende Nebenhöhle. Über den liegenden Führungsdraht wird der Ballonkatheter wie auf einer Schiene in die Nase vorgeschoben.
Kopie von 08-15-07 Bild1


Schritt 2: Der Ballonkatheter wird genau auf die Höhe der blockierten Engstelle vorgeschoben und behutsam aufgedehnt.
Kopie von 08-15-07 Bild2

Schritt 3: Wenn der Balloon-Katheter wieder heraus gezogen wird, bleibt in der Regel ein offener wieder hergestellter Ausführungsgang und eine funktionierende normale Nebenhöhle zurück.
Kopie von 08-15-07 Bild3

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