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Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Schlafapnoesyndrom


Schlafbezogene Atemstörung mit >10 Atempausen pro Stunde, verbunden mit einem Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut sowie einer Weckreaktion. In der Folge entstehen Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen und langfristig Herz-Kreislauferkrankungen.

In den meisten Fällen kommt es durch einen reduzierten Muskeltonus im Schlaf zu einer Einengung des Rachenraumes bis hinunter zum Kehlkopf (Obstruktion), oft verbunden mit Schnarchgeräuschen, bis kein Luftstrom mehr möglich ist.
In selteneren Fällen entfällt der Atemantrieb durch das Gehirn oder es zeigt sich eine sog. periodische Atmung.
Betroffen sind 2- 3 % der Bevölkerung, meist Männer über 60 Jahre.
Risikofaktoren sind Übergewicht, abendlicher Alkoholkonsum, übergroße Gaumensegel, zurückweichender Unterkiefer, behinderte Nasenatmung, kurzer Hals, familiäre Bereitschaft, Erkrankungen wie Schilddrüsen-Unterfunktion, Herzinsuffizienz, best. Medikamente (Betablocker, Schlafmittel).
Das Risiko der Erkrankung besteht in einer Störung der Schlafarchitektur, die zu Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf, Konzentrationsschwäche, Impotenz, hohem Blutdruck und Herz-Kreislauferkrankungen führen kann.

Vorbeugend sollte Übergewicht vermieden und der Alkoholkonsum eingeschränkt werden. Optimale Lagerung des Kopfes sowie regelmäßige Schlafzeiten in optimaler Umgebung wirken unterstützend.

Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung, Schnarchen (meist), vom Partner bemerkte nächtliche Atempausen.

Ob möglicherweise eine schlafbezogene Atemstörung vorliegt, lässt sich zunächst durch eine ambulante Screening-Untersuchung klären. Das kleine Gerät wird vom Patienten zu Hause selbst angelegt. Sollten sich Atempausen zeigen, ist eine Messnacht im Schlaflabor erforderlich. Hier werden über verschiedenste Kabel alle wichtigen Werte im Schlaf gemessen, die der Arzt zur abschließenden Beurteilung benötigt. In der Regel dauert die Messung 5 – 7 Stunden.

Neben unterstützenden chirurgischen Maßnahmen muss die Erkrankung mit einer Überdruckbeatmung (CPAP) behandelt werden. Hierbei wird mit einer Nasenmaske über einen kleinen Kompressor ein konstanter Druck (5 – 15 mbar) in den Atemwegen aufrechterhalten. Der Druck wird in einer weiteren Messnacht im Schlaflabor ermittelt.

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