Multiple Sklerose (MS)
Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata) ist eine chronische entzündliche Erkrankung des Gehirns und/oder des Rückenmarks mit an verschiedenen (multiplen) Stellen des zentralen Nervensystems ablaufender Entzündung vorwiegend der Nervenfaserhülle (Myelinscheide) mit daraus resultierender Vernarbung (Sklerose).
Die Häufigkeit der Multiplen Sklerose liegt in Europa bei 50/100000 Einwohner. Die Erkrankung tritt in der Regel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr erstmalig auf.
Sie verläuft meist in Schüben (85%) mit kompletter oder inkompletter Rückbildung der Symptomatik. Seltener (etwa 15%) ist ein primär chronisch progredienter Verlauf, d.h. stetige langsame Zunahme ohne Schübe.
Die Ursache der Multiplen Sklerose ist unklar, es wird eine Autoimmunerkrankung angenommen, d.h. ohne Infektion durch einen bestimmten Erreger kommt es zur Reaktion des Immunsystems gegen körpereigene Strukturen. Meist werden dabei die Myelinscheiden (Nervenfaserhüllen) geschädigt, so dass es sich um eine demyelinisierenden Erkrankung handelt, seltener sind die Nervenfasern selber (Axone) betroffen. Eine frühere virale Infektion als möglicher Auslöser dieser fehlerhaften Immunreaktion wird diskutiert.
Sie verläuft meist in Schüben (85%) mit kompletter oder inkompletter Rückbildung der Symptomatik. Seltener (etwa 15%) ist ein primär chronisch progredienter Verlauf, d.h. stetige langsame Zunahme ohne Schübe.
Die Ursache der Multiplen Sklerose ist unklar, es wird eine Autoimmunerkrankung angenommen, d.h. ohne Infektion durch einen bestimmten Erreger kommt es zur Reaktion des Immunsystems gegen körpereigene Strukturen. Meist werden dabei die Myelinscheiden (Nervenfaserhüllen) geschädigt, so dass es sich um eine demyelinisierenden Erkrankung handelt, seltener sind die Nervenfasern selber (Axone) betroffen. Eine frühere virale Infektion als möglicher Auslöser dieser fehlerhaften Immunreaktion wird diskutiert.
Die Symptome der Multiplen Sklerose sind sehr mannigfaltig, da jede Stellte des Zentralnervenervensystems betroffen sein kann. Am häufigsten sind:
- Sehminderung (durch Retrobulbärneuritis/Sehnervenentzündung)
- Doppelbilder
- Motorische Ausfälle/Lähmungen
- Sensibilitätsstörungen
- Koordinationsstörungen
- Blasenstörungen
- Konzentrations-/Gedächtnisprobleme
Die wesentlichen Bausteine der Diagnostik sind: Anamnese, klinisch-neurologische Untersuchung, MRT-Untersuchung des Kopfes, ggf. auch des Hals- und Brustrückenmarks, Untersuchung des Nervenwasser (Liquor) und Messungen der zentralen Leitungsbahnen mittels kleiner elektrischer Impulse. (Visuell evozierte Potenziale - VEP, Somatosensible evozierte Potenziale - SEP, ggf. motorisch evozierte Potenziale - MEP).
Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose unterscheidet man: die Behandlung des akuten Schubs, die Schubprophylaxe und die symptomatische Therapie.
Bei der Behandlung des akuten Schubs wird nach Infektausschluss und bei Vorliegen beeinträchtigender Symptomatik eine Cortisonstoßtherapie mit 3-5x 1000mg Cortison als Infusion unterm Magenschutz (z.B. Pantozol) und Thromboseprophylaxe (Heparin s.c.) durchgeführt.
Falls innerhalb von zwei Wochen keine ausreichende Symptomrückbildung erfolgt, ist eine zweite Serie von Cortisoninfusionen mit bis zu max. 5x2000mg indiziert.
In seltenen Ausnahmefällen ist eine Plasmapherese (Blutplasmaaustausch) angezeigt.
Bei der Schubprophylaxe wird durch eine immun-modulatorische Therapie die fehlerhafte Autoimmunreaktion unterdrückt. Medikamente der Wahl sind Interferonpräparate (Rebif, Avonex, Betaferon) oder Glatirameracetat(Copaxone), die als Selbstinjektionen (mit Pen) verabreicht werden.
Als zweite Wahl sind die immunsuppressive Therapie mit Imurek (Unterdrückung des gesamten Immunsystems durch Einnahme von Tabletten) oder in seltenen Fällen eine Immunglobulintherapie (Infusionen mit Antikörpern) möglich.
Falls trotz einer immunmodulatorischen Therapie wiederholt Schübe auftreten, bzw. die Beeinträchtigung zunimmt, stehen das Immunsuppressivum/Chemotherapeutikum Mitoxantron (Ralenova) oder der rekombinante humanisierte Anti-Alpha 4-Integrin-Antikörper Natalizumab (Tysabri) unter Auflagen zur Verfügung.
Wichtig ist eine symptomatische Therapie eventueller vorliegender sich nicht komplett zurückgebildeter Störungen. Hier ist in erster Linie Physiotherapie der spastischen Lähmung, ggf. ergänzt um medikamentöse Maßnahmen (Antispastika) zu nennen. Bei einer Sprachstörung oder Schluckbeschwerden kann eine Verbesserung durch Logopädie erreicht werden. Bei Blasenstörungen ist nach urologischer Untersuchung eine medikamentöse Maßnahme ggf. Selbstkatheterisierung hilfreich.
Durch eine adäquate und rechtzeitige Therapie können schwerwiegende Verläufe meistens verhindert werden.
Bei der Behandlung des akuten Schubs wird nach Infektausschluss und bei Vorliegen beeinträchtigender Symptomatik eine Cortisonstoßtherapie mit 3-5x 1000mg Cortison als Infusion unterm Magenschutz (z.B. Pantozol) und Thromboseprophylaxe (Heparin s.c.) durchgeführt.
Falls innerhalb von zwei Wochen keine ausreichende Symptomrückbildung erfolgt, ist eine zweite Serie von Cortisoninfusionen mit bis zu max. 5x2000mg indiziert.
In seltenen Ausnahmefällen ist eine Plasmapherese (Blutplasmaaustausch) angezeigt.
Bei der Schubprophylaxe wird durch eine immun-modulatorische Therapie die fehlerhafte Autoimmunreaktion unterdrückt. Medikamente der Wahl sind Interferonpräparate (Rebif, Avonex, Betaferon) oder Glatirameracetat(Copaxone), die als Selbstinjektionen (mit Pen) verabreicht werden.
Als zweite Wahl sind die immunsuppressive Therapie mit Imurek (Unterdrückung des gesamten Immunsystems durch Einnahme von Tabletten) oder in seltenen Fällen eine Immunglobulintherapie (Infusionen mit Antikörpern) möglich.
Falls trotz einer immunmodulatorischen Therapie wiederholt Schübe auftreten, bzw. die Beeinträchtigung zunimmt, stehen das Immunsuppressivum/Chemotherapeutikum Mitoxantron (Ralenova) oder der rekombinante humanisierte Anti-Alpha 4-Integrin-Antikörper Natalizumab (Tysabri) unter Auflagen zur Verfügung.
Wichtig ist eine symptomatische Therapie eventueller vorliegender sich nicht komplett zurückgebildeter Störungen. Hier ist in erster Linie Physiotherapie der spastischen Lähmung, ggf. ergänzt um medikamentöse Maßnahmen (Antispastika) zu nennen. Bei einer Sprachstörung oder Schluckbeschwerden kann eine Verbesserung durch Logopädie erreicht werden. Bei Blasenstörungen ist nach urologischer Untersuchung eine medikamentöse Maßnahme ggf. Selbstkatheterisierung hilfreich.
Durch eine adäquate und rechtzeitige Therapie können schwerwiegende Verläufe meistens verhindert werden.
Darum sollten Sie zu uns kommen
Die Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose gehört zu den Schwerpunkten unserer neurologischen Praxis in der EuromedClinic.
Die neurologische Untersuchung, die notwendigen apparativen Zusatzuntersuchungen (inkl. MRT in der Radiologie im Hause) und die Liquoruntersuchung (Lumbalpunktion) können rasch durchgeführt werden.
Die langfristige Behandlung, inkl. Therapie des akuten Schubs und bei Bedarf eine stationäre Aufnahme sind möglich. Die ärztliche Aufklärung über die einzelnen Therapieformen und die Einweisung in die Selbstinjektion durch eine MS-Schwester werden in der Praxis durchgeführt.
Die neurologische Untersuchung, die notwendigen apparativen Zusatzuntersuchungen (inkl. MRT in der Radiologie im Hause) und die Liquoruntersuchung (Lumbalpunktion) können rasch durchgeführt werden.
Die langfristige Behandlung, inkl. Therapie des akuten Schubs und bei Bedarf eine stationäre Aufnahme sind möglich. Die ärztliche Aufklärung über die einzelnen Therapieformen und die Einweisung in die Selbstinjektion durch eine MS-Schwester werden in der Praxis durchgeführt.
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