Maculadegeneration, Erkrankung der zentralen Netzhaut
Die Netzhaut (Retina) ist eine sehr dünne Gewebeschicht, die den hinteren Teil der Augeninnenwand auskleidet. Sie enthält über 100 Millionen Sinneszellen (sog. Stäbchen und Zapfen), die auf Licht reagieren. Diese Sehzellen leiten das auf der Netzhaut entstehende Bild der Außenwelt über den Sehnerv an das Gehirn weiter. Die bei weitem höchste Dichte an solchen Sinneszellen findet sich in der Netzhautmitte, die den Namen Macula trägt. Alle Gegenstände, die man bei Geradeausblick klar und scharf erkennen kann, werden im Auge auf die Macula abgebildet.
Folglich ist die Macula die wertvollste Stelle der Netzhaut, die Stelle, die am meisten leisten kann, zugleich aber am meisten leisten muss. Die Macula ist nicht zuletzt der Netzhautort, der im Laufe des Lebens dem meisten Licht ausgesetzt ist. Ihre hohe Leistung ist nur durch einen besonders komplizierten Aufbau und einen besonders hohen Stoffwechsel möglich.
Folglich ist die Macula die wertvollste Stelle der Netzhaut, die Stelle, die am meisten leisten kann, zugleich aber am meisten leisten muss. Die Macula ist nicht zuletzt der Netzhautort, der im Laufe des Lebens dem meisten Licht ausgesetzt ist. Ihre hohe Leistung ist nur durch einen besonders komplizierten Aufbau und einen besonders hohen Stoffwechsel möglich.
Damit ist die Macula aber auch gegenüber schädigenden Einflüssen, Stoffwechseldefekten, Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Alterungsvorgängen der Netzhaut besonders anfällig.
Jeder Schaden an der Macula bedeutet einen Ausfall von Sinneszellen der Macula und damit einen Defekt in der Mitte eines wahrgenommenen Bildes. Dieser Defekt macht sich fast immer durch eines oder mehrere Warnsymptome (siehe Symptome) bemerkbar.
Die Maculadegeneration ist die häufigste Erkrankung der zentralen Netzhaut und nach dem „Grauen Star“ die zweithäufigste Augenerkrankung in höherem Alter. Meist (in über 70% aller Fälle) tritt sie in einer „trockenen“ Form auf. Diese Form entsteht weder durch langsam zunehmende Ausdünnung von Netzhautschichten in der Macula selbst oder durch Altersveränderungen in angrenzenden Gewebe, die für die Ernährung der Macula sehr wichtig sind. Die Folge ist eine langsame Abnahme von intakten Sinneszellen in der Macula und damit eine Abnahme der Sehschärfe an dem betroffenen Auge.
Wesentlich seltener ist die „feuchte“ Maculadegeneration. Sie tritt auf, wenn die Netzhaut infolge von Altersveränderungen gegen tiefer liegenden, gefäßreiche Gewebeschichten nicht mehr ausreichend abgegrenzt ist. Dann können von dort Gefäße in die Macula einsprossen und in Ihr eine Auftreibung der Netzhaut oder Blutungen verursachen, die letztlich zur Vernarbung der Macula führt. Die Sehverschlechterung erfolgt meist rasch und massiv und wird deshalb in der Regel vom Patienten besser und schneller bemerkt als bei der trockenen Maculadegeneration.
Jeder Schaden an der Macula bedeutet einen Ausfall von Sinneszellen der Macula und damit einen Defekt in der Mitte eines wahrgenommenen Bildes. Dieser Defekt macht sich fast immer durch eines oder mehrere Warnsymptome (siehe Symptome) bemerkbar.
Die Maculadegeneration ist die häufigste Erkrankung der zentralen Netzhaut und nach dem „Grauen Star“ die zweithäufigste Augenerkrankung in höherem Alter. Meist (in über 70% aller Fälle) tritt sie in einer „trockenen“ Form auf. Diese Form entsteht weder durch langsam zunehmende Ausdünnung von Netzhautschichten in der Macula selbst oder durch Altersveränderungen in angrenzenden Gewebe, die für die Ernährung der Macula sehr wichtig sind. Die Folge ist eine langsame Abnahme von intakten Sinneszellen in der Macula und damit eine Abnahme der Sehschärfe an dem betroffenen Auge.
Wesentlich seltener ist die „feuchte“ Maculadegeneration. Sie tritt auf, wenn die Netzhaut infolge von Altersveränderungen gegen tiefer liegenden, gefäßreiche Gewebeschichten nicht mehr ausreichend abgegrenzt ist. Dann können von dort Gefäße in die Macula einsprossen und in Ihr eine Auftreibung der Netzhaut oder Blutungen verursachen, die letztlich zur Vernarbung der Macula führt. Die Sehverschlechterung erfolgt meist rasch und massiv und wird deshalb in der Regel vom Patienten besser und schneller bemerkt als bei der trockenen Maculadegeneration.
Das wichtigste Frühsymptom der feuchten Maculadegeneration ist die Wahrnehmung eines formveränderten (verzerrten) oder größenveränderten Bildes.
- Wahrnehmung eines dunklen Flecks
- verzerrte Bildwahrnehmung
- größenveränderte Bildwahrnehmung
- herabgesetzte Sehschärfe
Um zwischen einer trockenen und einer feuchten Maculadegeneration unterscheiden zu können und um zu klären, ob eine Laserbehandlung erfolgversprechend ist, kann eine sogenannte Fluoreszenzangiographie notwendig werden. Dabei wird ein Farbstoff in die Blutbahn gespritzt, mit dessen Hilfe sich alle Gefäße in der Netzhaut und ihr Zustand sehr genau darstellen lassen.
Für die „trockene“ Form der Maculadegeneration gibt es bis heute leider keine zielgerichtete Behandlung. Aber häufig bleibt eine brauchbare Sehschärfe erhalten.
Die rasche Aufklärung durch den Augenarzt ist entscheidend wichtig, weil eine frühzeitig erkannte feuchte Maculadegeneration in manchen Fällen durch eine Laserbehandlung gestoppt werden kann.
Die Laserbehandlung kann zwar nicht die verlorene Sehschärfe wiederherstellen, aber durch die Verödung der eingesproßten Gefäße bleibt eine noch vorhandene gute Restsehschärfe erhalten. Sie führt damit letztlich die aggressive feuchte Maculadegeneratio in eine wesentlich harmlosere trockene Verlaufsform über.
Wichtige Regeln zur Maculadegeneration:
Die rasche Aufklärung durch den Augenarzt ist entscheidend wichtig, weil eine frühzeitig erkannte feuchte Maculadegeneration in manchen Fällen durch eine Laserbehandlung gestoppt werden kann.
Die Laserbehandlung kann zwar nicht die verlorene Sehschärfe wiederherstellen, aber durch die Verödung der eingesproßten Gefäße bleibt eine noch vorhandene gute Restsehschärfe erhalten. Sie führt damit letztlich die aggressive feuchte Maculadegeneratio in eine wesentlich harmlosere trockene Verlaufsform über.
Wichtige Regeln zur Maculadegeneration:
- Das Umfeldsehen, die Orientierungsfähigkeit des Patienten, bleibt trotz Maculadegeneration intakt. Eine Maculadegeneration führt also nicht zur Erblindung!
- Eine Maculadegeneration an einem Auge bedeutet nicht automatisch den gleichen Verlauf am anderen auge. Aber sie erfordert regelmäßige Kontrollen des zweiten Auges.
- Ein Patient mit einer Maculadegeneration sollte, für jedes Auge getrennt, zumindest einmal pro Woche das hier abgebildete Gitternetz (Karomuster) betrachten. Jede plötzliche Veränderung des Bildmusters muss unverzüglich durch den Augenarzt abgeklärt werden.
- Eine eingeschränkte Lesefähigkeit ist in vielen Fällen der trockenen Maculadegeneration durch vergrößernde Sehhilfen erreichbar.
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