Koronare Herzerkrankung
Die koronare Herzerkrankung ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße mit Veränderungen der Gefäßinnenhaut sowie Entstehung von Ablagerungen in der Gefäßwand. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, schlimmstenfalls zum Herzinfarkt.
Bei der koronaren Herzerkrankung erfasst die Arteriosklerose die Herzkranzgefäße. Von kleinen Fettablagerungen über verkalkte Plaques reicht das Spektrum bis zum akuten Verschluss im Rahmen eines akuten Infarktes. Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess spielt das LDL-Cholesterin, welches in der Gefäßwand abgelagert wird und dort zu einer Entzündungsreaktion führt. Entsprechend beeinflusst die Senkung des Cholesterins das Fortschreiten der Erkrankung. Weitere Risikofaktoren sind Nikotinabusus, Bewegungsmangel, hoher Blutdruck, Diabetes mellitus sowie familiäre Veranlagung.
Mindestens 3 x die Woche leichte Ausdauerbelastung, Nikotinverzicht, Erhaltung des Normalgewichts, Blutdruckeinstellung, optimale Diabetesbehandlung.
Zunächst bei Belastung später in Ruhe Druck hinter dem Brustbein oder sonst im Brustbereich, häufig mit Ausstrahlung in die Arme, in den Nacken, in die Zähne, in den Oberbauch. Häufig, vor allem bei Frauen, werden die Beschwerden mit Magenschmerzen verwechselt. Beim Herzinfarkt sind diese Schmerzen anhaltend, haben häufig Vernichtungscharakter und bilden sich nicht zurück. In mindestens einem Drittel der Fälle entsteht der Herzinfarkt ohne vorhergehende Beschwerden.
Bei beschwerdefreien Patienten wird ein Risikoprofil erstellt und daraus das prozentuale Risiko einer koronaren Herzerkrankung in den nächsten 5 Jahren bestimmt. Bei Patienten mit hohem Risiko wird routinemäßig ein Stressechokardiogramm durchgeführt, um die Herzfunktion unter Belastung beurteilen zu können. Diese Untersuchungsmethode wird bei uns auch verwendet bei unklaren Beschwerden im Thoraxbereich. Bei typischer Angina pectoris ist die Herzkatheteruntersuchung angezeigt.
Neben der Kontrolle der Risikofaktoren sowie einer leitliniengerechten medikamentösen Therapie ist bei Vorliegen von Herzkranzgefäßverengung entweder die Behandlung mittels Ballondilatation mit Stentversorgung möglich. Wir haben mit dieser Methode seit 20 Jahren Erfahrung. Eignet sich die Verengung nicht zu einer Ballondilatation kann eine Herzoperation erforderlich werden. Hier werden die Verengungen mittels körpereigener Arterien oder Venen überbrückt.
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