Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Arterielle Hypertonie (hoher Blutdruck)


Erhöhung des Blutdrucks in Ruhemessung über 139/89 mm/Hg. weiter zur Entstehung...

90 % der Patienten mit erhöhtem Blutdruck haben einen sogenannten primären hohen Blutdruck, d.h. die genaue Ursache ist nicht bekannt. Bei 10 % der Patienten können Ursachen, wie z. B. Nierenerkrankungen oder hormonelle Ursachen gefunden werden. Begünstigend für die Entstehung des hohen Blutdrucks sind Übergewicht, insbesondere bauchbetontes Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen und erbliche Belastung.
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Durch Gewichtsabnahme und regelmäßiges körperliches Training wird eine sog. Lifestylemodifikation durchgeführt, die meist zu deutlich niedrigeren Blutdruckwerten führt. Ob allerdings eine nicht medikamentöse Therapie des hohen Blutdrucks ausreichend ist, muss regelmäßig kontrolliert werden.

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Der hohe Blutdruck hat relativ unspezifische Symptome. Als sehr häufiges Symptom sind Kopfschmerzen zu nennen, aber auch Brustschmerzen, Beklemmungen, Mattigkeitsgefühle oder stark zu spürender Herzschlag.
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Da der hohe Blutdruck im Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren zur Entstehung der sog. koronaren Herzkrankheit bzw. zu Schlaganfällen führen kann, ist es wichtig, neben dem Blutdruck auch die übrigen Risikofaktoren zu beurteilen. Hierfür ist neben der körperlichen Untersuchung und einer ausführlichen Anamnese, eine Langzeit-Blutdruckmessung, ein Ultraschall des Herzens und der Nieren, ein Belastungs-EKG und gegebenenfalls eine Untersuchung der Halsschlagader zur Bestimmung von artheriosklerotischen Veränderungen notwendig. Zusätzlich werden Laboruntersuchungen hinsichtlich Elektrolyte, Nierenwerte und der übrigen Risikofaktoren, wie Cholesterin durchgeführt.
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Bei leichteren Blutdruckformen, die insbesondere noch zu keinen Endorganschädigungen, wie Artheriosklerose oder Herzinfarkt geführt haben, wird zunächst eine über 6 Monate dauernde Lifestylemodifikation mit Gewichtsnormalisierung und ausreichendem körperlichen Training von mind. 3 x pro Woche durchgeführt. Sollte dies nicht zu einer ausreichenden Blutdrucksenkung führen, kommt eine medikamentöse Behandlung in Betracht. Hier sind die verschiedenen Wirkungsgruppen, wie Betablocker, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten als weitgehend gleichwertig einzusetzen. Zu beachten sind hierbei die Nebenwirkungen bzw. das Auftreten von möglichen anderen Risikofaktoren, z. B. ein Betablocker ist bei einer bestehenden chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung bzw. einem Asthma bronchiale kontraindiziert.
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