Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Hörstörungen bei Kindern


Als Hörstörung bezeichnet man eine gestörte Leitung und Empfindung akustischer Reize. Eine Störung der Verarbeitung und Wahrnehmung, also der Prozesse im Gehirn, bezeichnet man hingegen als auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (s. dort). Das Hören dient uns zur Aufnahme akustischer Informationen, wobei für uns Menschen die Sprache im Vordergrund steht. Bei Kindern hat eine Hörstörung eine besondere Bedeutung, da das Kind Sprache erst erlernen muss.
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Hörstörungen können alle Bereiche des Ohres betreffen: das äussere Ohr, das Mittelohr und das Innenohr. Bei Kindern kommt es häufig zur vorübergehenden Störungen des Mittelohres durch Infekte und eine gestörte Belüftung des Mittelohres über die Ohrtrompete. Daraus kann eine schmerzhafte akute Mittelohrentzündung resultieren, aber auch schmerzlose Mittelohrergüsse, die das Hörvermögen auch über Monate beeinträchtigen können. Mit zunehmendem Wachstum werden diese Erkrankungen seltener.
Angeborene Hörstörungen sind selten. Oft handelt es sich dabei um eine Störung des Innenohres. Mittlerweile wird dies mit dem Neugeborenen-Hörscreening schon in den ersten Lebenstagen bei jedem Kind überprüft.

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Bitte achten Sie darauf, dass bei Ihrem neugeborenen Kind das Neugeborenen-Hörscreening durchgeführt wird. Regelmäßige kinderärztliche Vorsorgeuntersuchungen (die sogenannten U-Untersuchungen) können Risiken und bereits manifeste Hörstörungen bei Kindern aufdecken.
Mittelohrergüsse entstehen häufiger bei Kindern, die oft Schnupfen haben oder bei denen der Druckausgleich für das Mittelohr nicht optimal funktioniert (z.B. bei großen Polypen im Nasenrachen, Fachbegriff „Adenoide“, bei insgesamt vermindertem Muskeltonus oder Spaltfehlbildungen des Gaumens). Bei Entwicklungsstörungen eines Kindes sind regelmäßige Hörtests ratsam.
Schon bei geringen Anzeichen für eine Hörstörung sollte bei Kindern frühzeitig eine Untersuchung des Hörvermögens erfolgen, um Folgestörungen für die Sprachentwicklung zu verhindern.

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Bei Kindern kann eine Hörstörung dadurch auffallen, dass sie nicht gut auf Ansprache oder kleine Aufträge reagieren, sobald diese nicht mit Gesten unterstützt werden. Wenn eine Hörstörung längere Zeit besteht, kann dies auch Auswirkungen auf die Sprachentwicklung haben (s. dort).
Im Säuglingsalter ist eine Hörstörung schwer erkennbar. Eine ausgeprägte Schwerhörigkeit kann jedoch dadurch auffallen, dass die sogenannte zweite Lallphase, also etwa zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat, ausfällt bzw. das Kind keine oder immer weniger Laute von sich gibt.
Wenn Sie unsicher sein sollten, ob Ihr Kind gut hört, veranlassen Sie eher frühzeitig eine Höruntersuchung!

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Die Diagnostik beinhaltet verschiedene schmerzlose Verfahren und wird mit Kindern spielerisch durchgeführt. Ähnlich wie beim Neugeborenen-Hörscreening kann die Mittel- und Innenohrfunktion mit einer Sonde im Ohr überprüft werden; die Hörschwelle wird im Spiel oder bei älteren Kindern auch schon mit Kopfhörern ermittelt. Die Hörschwelle kann aber auch im Schlaf bestimmt werden ähnlich einer EEG-Untersuchung. In der Regel werden mehrere Verfahren zusammen eingesetzt. weiter zur Therapie...
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Eine Schwerhörigkeit ist sehr gut behandelbar, selbst gehörlose Kinder können heute mit geeigneten Hörhilfen wieder hören und eine gute Sprachentwicklung haben.

Die Behandlung einer Hörstörung erfolgt entsprechend deren Ursache und wird individuell ausgewählt. Anhaltende Mittelohrstörungen können häufig mit Medikamenten ausreichend behandelt werden. Manchmal kann eine kleine Operation notwendig werden. Störungen der Innenohrfunktion werden in der Regel durch spezielle Hörgeräte für Kinder versorgt. Bei einer ausgeprägten Schwerhörigkeit, die vom Innenohr ausgeht, stehen auch implantierbare Hörgeräte zur Verfügung, sogenannte Cochlea Implantate.
Bei anhaltender Schwerhörigkeit ist eine spezielle umfassende Förderung ratsam, um Risiken für die Sprach- und Gesamtentwicklung zu vermeiden.
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