Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Grüner Star (Glaukom)


Grüner Star (Glaukom) bedeutet erhöhten Augendruck. Dieser erhöhte Druck schädigt das Auge. Hier können nur zwei Dinge Abhilfe schaffen:
  1. Das frühzeitige Erkennen durch den Augenarzt,
  2. Das genaue Befolgen der ärztlichen Anordnungen durch den Patienten.
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Der erhöhte Augendruck entsteht dadurch, dass sich zu viel Flüssigkeit im Augeninneren befindet. Im gesunden Auge besteht ein geregeltes Verhältnis zwischen der Bildung und dem Abfluss von Augenwasser. Wenn der Abfluss des Augenwassers nicht mehr richtig funktioniert, kommt es zu einem Rückstau von Augenwasser und damit zu einem erhöhten Augendruck.
Diesen Zustand von „zu viel Augenwasser“ nennt man grüner Star (Glaukom). Der erhöhte Augendruck schädigt wichtige Teile des Sehnervs. Mit jeder zerstörten Nervenfaser nimmt das Sehvermögen ab. Nachlassendes Sehvermögen ist deshalb häufig das erste Anzeichen des grünen Stars.
Dies muss aber nicht so sein, denn es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, einen grünen Star frühzeitig zu erkennen, bevor das Sehvermögen geschädigt worden ist.
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Sind erhöhte Augendruckwerte einmal festgestellt worden, können sie durch Behandlung auf ein normales Maß gesenkt werden. Es ist deshalb außerordentlich wichtig, dass bei jeder Augenuntersuchung auch der Augendruck kontrolliert wird, um nötigenfalls ein Behandlung einzuleiten. Nur so kann man eine Beeinträchtigung des Sehvermögens verhindern.
Denn was an Sehvermögen aufgrund des erhöhten Augeninnendruckes geschädigt oder verlorengegangen ist, kann man durch keine Behandlungsweise wieder herstellen.

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1. Der chronischer grüne Star
  • ist die häufigste und gefährlichste Form. Meist merken die Betroffenen von dem Vorhandensein dieser Erkrankung nichts. Anzeichen, dass eine solche Erkrankung vorliegt, können sein:
  • Schmerzen um das Auge
  • Schwinden der Sehkraft
  • das Sehen von Ringen um Lichtquellen
Meist jedoch fehlen alle Anzeichen, und der grüne Star stellt sich ohne irgendwelche Beschwerden ein.


2. Der plötzlich auftretende grüne Star ist sehr viel seltener. Der Beginn dieser Erkrankung kann allerdings sehr dramatisch sein:
  • Innerhalb einer Stunde merkt man eine deutliche
  • Verschlechterung der Sehkraft
  • Es bilden sich Ringe um Lichtquellen
  • Schmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

3. Es gibt auch grünen Star, der durch andere Augenerkrankungen ausgelöst wird,
  • wie Entzündungen
  • Netzhautablösungen oder auch
  • grauen Star

4. Der grüne Star kann auch angeboren sein.
  • wenn man einen solchen grünen Star bei Babys nicht entdeckt, können dieser Kinder erblinden. Frühe Anzeichen für Lichtscheue und besonders große „schöne“ Augen.
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Das sogenannte chronische Glaukom, das, wie schon gesagt, die häufigste Form des grünen Star ist, betrifft meist Menschen jenseits des 40. Lebensjahres. Er kommt fast immer in beiden Augen vor, selten in einem. Ist einmal dieser Zustand vom Augenarzt entdeckt worden, so bedarf es einer meist lebenslangen Behandlung.

Da der grüne Star eine Erberkrankung ist, müssen bei Vorliegen einer solchen Erkrankung auch alle Familienangehörigen genauestens auf das Vorhandensein des grünen Stars untersucht werden.
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In den meisten Fällen gelingt es, den grünen Star durch regelmäßige Anwendung von Augentropfen unter Kontrolle zu bringen. Dabei gibt es prinzipiell zwei verschiedene Angriffspunkte. Das Medikament kann die Bildung des Augenwassers verringern oder seinen Abfluss beschleunigen. Entscheidend bei der Tropfenbehandlung ist die regelmäßige und genaue Anwendung der Augentropfen, wie es Ihnen in einem genauen Anwendungsplan empfohlen wird. Befolgen Sie diese Anweisungen genau, dann kann der Augendruck auf normale Werte gesenkt werden und damit ein Schaden am Auge verhindert werden.

In bestimmten Fällen sprechen die Tropfen nicht oder nur ungenügend an. Dann kann eine Laserbehandlung des Auges (Argonlasertrabeculoplastik) zur zusätzlichen Drucksenkung notwendig werden.
In seltenen Fällen wird zusätzlich eine Glaukomoperation (fistulierender Eingriff) notwendig.

Augentropfen
Die Anwendung der Augentropfen ist der wichtigste Teil der Behandlung des grünen Stars. Die Wirkung dieser Augentropfen hält nur eine gewisse Zeit vor. Deshalb müssen Sie sie mehrmals täglich anwenden, und zwar so, wie wir es Ihnen vorschreiben. Die Tropfenanwendung soll über die Stunden, die Sie nicht schlafen, gleichmäßig verteilt sein. Wenn Ihnen z.B. viermalige tägliche Tropfenanwendung empfohlen wird, so bedeutet das, dass Sie sie vor dem Frühstück, zum Mittagessen, am Spätnachmittag und beim Zubettgehen anwenden. Wenn Sie dieser Empfehlung regelmäßig und genau folgen, bleibt Ihr Augendruck während des ganzen Tages in normalen Grenzen.
Es ist durchaus nichts ungewöhnliches, dass manche Tropfen, besonders zu Beginn der Behandlung, brennen und manchmal leichte Kopfschmerzen bereiten. Auch eine vorübergehende Sehverschlechterung nach Tropfenanwendung ist nichts Außergewöhnliches. Manche Augentropfen verengen die Pupille, die den Lichteinfall ins Auge regelt. Sollten aus irgendeinem Grund die Augentropfen, die verordnet worden sind, große Beschwerden verursachen, so zögern Sie nicht, uns anzurufen oder aufzusuchen. Hören Sie dagegen niemals mit der Behandlung auf, ohne uns davon in Kenntnis zu setzen.
Ob Sie nun bei einer Tropfenanwendung einen oder mehrere Tropfen ins Auge einbringen ist unerheblich. Wirksam wird in jedem Fall nur ein kleiner Teil eines Tropfens.

Können Sie ihren normalen Lebensablauf weiterführen?
Es ist durch die Anwendung von Medikamenten oder dem operativen Eingriff gelungen, den Augendruck auf normale Werte zu senken, so können Sie Ihren ganz normalen, gewohnten Lebensrhythmus fortsetzen. Dies gilt für Ihre berufliche Tätigkeit ebenso wie für Ihre Hobbys. Sie können lesen, fernsehen, brauchen sich keiner besonderen Diät zu unterwerfen, können Kaffee, Tee und Alkohol in normalen Mengen zu sich nehmen.

Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt
Nehmen Sie Ihre Augentropfen an dem Tag an dem Sie uns aufsuchen, stets genauso ein wie Sie es gewohnt sind. Die Untersuchungen sollten in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Geprüft werden das Sehvermögen und mit einem besonderen Messgerät der Augendruck. Diese Augenmessung ist vollkommen schmerzlos. In gewissen Zeitabständen wird darüber hinaus der Augenhintergrund genau untersucht und mit einem besonderen Gerät die Größe Ihres Gesichtsfeldes ausgemessen. In größeren zeitlichen Abständen wird durch Aufsetzen einer Kontaktlinse auf das Auge das Abflusssystem selbst und die Austrittsstelle des Sehnerven genau untersucht und dokumentarisch festgehalten.
Auch diese Untersuchung ist für Sie vollkommen schmerzlos. All diese Untersuchungen sind notwendig, um zu ermessen, wie die verordneten Augentropfen wirken und in welchem zeitlichen Abstand Sie sie anzuwenden haben.

Diese regelmäßigen Untersuchungen sind außerordentlich wichtig; Sie sollten sie deshalb unbedingt einhalten.

Regelmäßige Kontrolle ist die sicherste Behandlung des grünen Stars.
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