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Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Gallenblasensteine, Gallensteine, Gallengangssteine


Bei Gallensteinen handelt es sich um verfestigte körpereigene Bestandteile, z.B. Cholesterinsteine , Pigment-/Bilirubinsteine sowie Mischformen. Sie können sich in der Gallenblase wie auch in den Gallengängen bilden.
Die häufigsten Formen:
Gallenblasensteine (Cholecystolithiasis),
Gallensteine (Cholelithiasis),
Gallengangssteine (Choledocholithiasis),
Pigmentsteine,
Cholesterinsteine,
Gallenblasensludge (Schlamm).
Jede 4. Frau ab 50 Jahren hat Gallensteine, bei Männern seltener

Gallensteine können sich durch ein Missverhältnis (Dysbalance) verschiedener Bestandteile der Gallenflüssigkeit, also zu wenig vorhandene Gallensäure oder zu viel vorhandenes Cholesterin, ausbilden.
Lange Zeit vorhandene Gallensteine können eine Entzündung der Gallenblase hervorrufen (Cholezystitis), oder auch zu einer Verstopfung des Gallengangs führen (Choledocholithiasis), hier besteht die Gefahr von weiteren Komplikationen.
Risikofaktoren sind unter anderem:
Cholesterinübersättigung (falsche Ernährung), familiäre Belastung (Vererbung), Übergewicht (Adipositas), Gravidität (Schwangerschaft), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), chronische Bluterkrankungen (Hämolyse), Leberzirrhose,

Auch durch die Einnahme von Medikamenten kann die Entstehung von Gallensteinen gefördert werden, z.B. durch Hormone (Oestrogene) oder Fettsenker (Fibrate).

Folgeerkrankungen bei Gallensteinen können die Entzündung der Gallenblase (Cholecystitis), Vereiterung (Empyem) der Gallenblase bis hin zum Durchbruch (Perforation) oder Gelbsucht (Ikterus), Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) und Gallenblasenkarzinom sein.

Gesunde Ernährung (fettarm), Normgewicht, eventuelle Behandlung der Grundkrankheit.

Bei 30 % keinerlei Beschwerden, Schmerzen im rechten Ober-Mittelbauch.
Starke Schmerzen: Gallenkolik, evtl. Gelbsucht (Ikterus): dunkler Urin, heller Stuhl, Fieber, Erbrechen.

Körperliche Untersuchung, Ultraschalluntersuchung (Sonographie), Blutuntersuchungen, Computertomographie, evtl. Darstellung der Gallenwege (ERC).
Manchmal notwendige Endoskopie und/oder Röntgen-Untersuchung

Sofern keine Beschwerden auftreten, ist eine Behandlung nicht erforderlich.
Bei Koliken : zunächst Schmerzmittel sowie „entspannende“ Medikamente
Bei Beschwerden: Entfernung der Gallenblase (Cholecystektomie)
Gallengangssteine (Choledocholithiasis): Endoskopie (ERCP).
Nur im Ausnahmefall: Medikamente (steinauflösende Medikamente), Zertrümmerung.

Operativ: minimal-invasiv mittels Schlüssellochtechnik, laparoskopische OP , mit niedrigem OP-Risiko, kaum Komplikationen, schnelle Rekonvaleszenz

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