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Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Fersensporn


Schmerzhafte Erkrankung des Fersenbeines. Der Fersensporn ist ein spitzer, harter Auswuchs am zehenwärts gerichteten Fersenbein, der durch eine Überbeanspruchung, eine Mikrotraumatisierung am breiten Sehnenansatz des Fersenbeines (Plantaraponeurose), entsteht. Der Körper versucht dem entgegenzuwirken, indem er Knochenmaterial in den Sehnenansatz einlagert. Diese Verknöcherung im Sehnenansatz führt jedoch zu weiteren Reizungen und Entzündungen, so dass es ohne eine Behandlung leicht zur Chronik kommen kann.

Verschiedene auslösende Faktoren können unterschieden werden:
  • Überbelastung durch sportliche oder berufliche Beanspruchung
  • Übergewicht (Body-Mass-Index > 25)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Senkfuß

Durch die entstandenen feinen Risse im Ansatz der Muskeln und Sehnen kommt es zu Entzündungen, Einblutungen, Gewebeveränderungen, Kalkablagerungen (Verknöcherungen) in den Rissen. Langsam bildet sich der verknöcherte Fersensporn.

  • Gewichtsreduzierung
  • angemessenes Schuhwerk

Fersenschmerzen

  • Röntgendiagnostik
  • Ultraschall
  • Klinische Untersuchung durch den Orthopäden

a) Orthopädische Einlagen:
Korrektur vorhandener Fehlstellungen des Fußes, wie z.B. Spreiz- oder Senkfuß, sorgen für Druckentlastung, zeigen im Allgemeinen bei Anpassung der Einlagen in trittgedämpfte Laufturnschuhe, gute Ergebnisse.

b) Krankengymnastik:
Übungen, die die Dehnung der Sehnen an Wade und Fußsohle unterstützen.

c) Kortisoninjektionen:
Ein Gemisch aus entzündungshemmenden, schmerzstillenden Medikamenten, Lokalanästhetika und Kortikoiden wird in den Muskelansatz gespritzt. Zeitlich begrenzter Nutzen mit der Gefahr der dauerhaften Gewebeveränderung an der Fußsohle verbunden mit Schmerzverstärkung.

d) Lokale Kältetherapie:
Sog. Eismassage, die auch alleine durchführbar, schmerzlindernd und entzündungshemmend ist, sowie zur Abschwellung führt.
Eigenbehandlung beispielsweise durch einen Gegenstand aus dem Gefrierschrank: Ferse, Knöchel, Fußsohle mit kreisenden Bewegungen 10 Minuten lang massieren und alle 2 bis 3 Stunden wiederholen. Unterstützend wirken vorher durchgeführte Dehnungsübungen.

e) Querfriktion nach Dr. James Cyriax:
Wechselnde Massage an Muskel- oder Knochen-Sehnenübergängen, dazwischen Eisanwendungen und vorher Wärme-, Elektro- sowie Laserbehandlung. Entzündungen und eingelagerte Ödeme sollen beseitigt werden.

f) Operation:
In leichten Fällen: Beidseitige Operation (falls notwendig) möglich.
In schweren Fällen: Erst nach Ausheilung des einen Fußes kann auch der andere operiert werden.
Abtragung des Fersensporns, zusätzlich Möglichkeit der Durchtrennung von Nerven und der Entfernung des entzündeten Schleimbeutels.
Anschließende Liegezeit bis zu 4 Tage und Entlastung der Sehne durch Spezialschuhe mit Einlagen, die in 6 Wochen schrittweise reduziert werden.

g) Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESTW):
Der chronische Schmerz kann durch die Anwendung hochenergetischer, genau ausgerichteter Schallwellen gelindert werden.
Allerdings: Hoher Kostenfaktor (ca. 400 pro Anwendung), der in der Regel vom Patient selbst getragen werden muss.

h) Radiale Stoßwellentherapie:
Weniger zielgerichtet und tiefwirkend. Die Behandlung kann im Gewebe eine Erhöhung des Stoffwechsels und die Auflösung von Kalkdepots in den Sehnen bewirken.
Allerdings: Unter Umständen schmerzhaft, Gabe eines Lokalanästhetikums möglich, jedoch häufig Erstattung durch die Krankenkassen.

i) Entzündungshemmende Medikamente
Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), die sich schmerzmindernd, fiebersenkend auswirken und zur Abschwellung führen.
Allerdings: häufig Nebenwirkungen (Störungen im Magen-Darmtrakt verbunden mit Schmerzen)

j) Schmerzbehandlung durch Röntgenbestrahlung:
Elektronen- oder Photonenstrahlung kommt in maximal 6 Sitzungen zum Einsatz, die betroffenen entzündeten Stellen, deshalb auch Reiz- oder Entzündungsbestrahlung genannt, werden bestrahlt.
Schmerzfreiheit ist die Folge, Ansprechrate bis zu 80% und Erstattung durch die Krankenkasse.

k) Akupunktur:
Unter Umständen schmerzhaft, jedoch Besserung der Fersenspornschmerzen möglich.

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