Depression
Depression bezeichnet im alltäglichen Sprachgebrauch einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit, ist also mit einer Veränderung der Stimmung oder des Gefühlslebens verbunden. Entsprechend werden diese Erkrankungen unter dem Begriff affektive Störungen (affektiv = emotional) zusammengefasst. Depressionen treten entweder ausschließlich in Form von niedergeschlagener Stimmung auf, oder sie wechseln sich mit Phasen mit ausgeprägter Hochstimmung ab. Letztere sind im Alltag als manisch-depressive Erkrankungen bekannt und werden in der Fachsprache als bipolare Störungen bezeichnen.
weiter zur Prophylaxe...Mit dem Wissen über mögliche Beschwerden ist es Ihnen zusätzlich möglich, frühzeitig zu bemerken, wenn erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei Ihnen oder anderen in ihrem Umfeld auftreten. Wie bei den meisten körperlichen Erkrankungen ist eine Behandlung umso Erfolg versprechender, je früher die Störung erkannt wird.
Nach der erfolgreichen Behandlung einer psychischen Störung ist zudem eine sogenannte Rückfallprophylaxe sehr wichtig. Dabei werden Ihnen Mittel und Strategien zur Bewältigung möglicher Schwierigkeiten sowie Werkzeuge zur Erkennung von Frühzeichen bei einem eventuell erneuten Auftreten der Erkrankung an die Hand gegeben.
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Allgemeine Symptome*:
- Über mindestens zwei Wochen hinweg ist die Stimmung deutlich schlechter als gewohnt
- Verlust von Interesse und Freude an Dingen, die vorher angenehm waren
- ausgeprägte Müdigkeit und verminderte Belastbarkeit, geringerer Antrieb
- Verlust des Selbstwertgefühls oder Selbstvertrauens
- Ausgeprägte Schuldgefühle, oft wegen Kleinigkeiten
- Ausgeprägte Selbstvorwürfe
- Wiederkehrende Gedanken an den Tod
- Verringerung der Leistungs-, Konzentrations- und Denkfähigkeit
- Verlangsamung oder Beschleunigung der körperlichen Bewegungen im Vergleich zum gesunden Zustand
- Schlafstörungen (mindestens zwei Stunden früheres Erwachen; Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, besondere Niedergeschlagenheit in den Morgenstunden, Schlaflosigkeit
- Veränderungen des Appetits (Zu- oder Abnahme) mit entsprechender Veränderung des Gewichts
- Verlust des sexuellen Interesses
- Gefühl der Gefühllosigkeit, innere Leere
- Verschiedene körperliche Beschwerden (z.B. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen)
Wie bei jeder psychischen Störung sind die Stärke und die Anzahl der vorliegenden Symptome von Mensch zu Mensch verschieden. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Beschwerden verzögert häufig die richtige Diagnosestellung und führt dabei oft zu einem verlängerten Leidensweg.
*Die Darstellung der Symptome erfolgte in Anlehnung an das ICD-10, dem in Deutschland für die Diagnose von Krankheiten gültigen Klassifikationssystem.
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Da jeder Mensch einzigartig ist und entsprechend auch keine Krankheit der anderen gleicht – dies gilt vor allem im psychischen Bereich – stellen wir die Diagnose erst nach einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Ihnen. Bei der stationären Aufnahme findet zusätzlich eine körperliche Untersuchung statt, um auch wichtige körperliche Probleme nicht zu übersehen. Außerdem werden mit Hilfe von Fragebögen wichtige Bereiche abgefragt, die das persönlich entstandene umfassende Bild von Ihnen und Ihrem Umfeld noch ergänzen. Auf diese Weise können wir die Diagnose individuell bestimmen und einen persönlich auf Ihre Beschwerden abgestimmten Therapieplan entwickeln. weiter zur Therapie...
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Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und Probleme. Entsprechend gleicht auch kein Störungsbild dem anderen. Hinter ein und derselben Diagnose steht jeweils eine eigene Lebensgeschichte. Aus diesem Grund werden die einzelnen Therapiebausteine inhaltlich speziell mit Ihnen auf Ihre Probleme abgestimmt. Einen formalen Überblick über unser Therapieprogramm mit seinen einzelnen Bestandteilen können Sie dem beispielhaften Therapieplan entnehmen. Allgemein gesprochen geht es darum, aktuelle Konflikte zu bearbeiten, Sie einschränkende Überzeugungen, Gedanken und Einstellungen zu hinterfragen, Ihre positiven Ressourcen zu aktivieren und neue zu schaffen sowie Ihre Gefühlswelt zu ordnen. Zudem ist es das Ziel, dort neue Verhaltensmuster aufzubauen, wo Ihnen bisher keine oder nur problematisch erscheinende Verhaltensmuster zur Verfügung standen bzw. stehen.
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