Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung
Als auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung bezeichnet man eine Fehlhörigkeit bei normaler Funktion des Ohres, also die Prozesse vom Ohr zum und im Gehirn betreffend. Früher wurde hierfür der Begriff „Teilleistungsstörung“ verwandt.
Die Ursache und damit Risikofaktoren für die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung sind nicht genau bekannt. Man vermutet, dass es einen Zusammenhang gibt zum Sauerstoffmangel während der Geburt oder länger bestehender Schwerhörigkeit, z.B. durch lange bestehende Mittelohrergüsse. Bei vielen Kindern mit einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung werden allerdings keine eindeutigen Ursachen gefunden.
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Eine wohlwollende Förderung der kindlichen Entwicklung im kindgerechten Dialog bietet zwar gute Voraussetzungen für eine gute Hörentwicklung, aber keinen sicheren Schutz vor einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung. Regelmäßige Kontrollen des Hörvermögens sind bei Kindern besonders vor der Einschulung ratsam. Bei bekannter Störung der Sprachentwicklung sollte eine gezielte Untersuchung der Hörverarbeitung und –wahrnehmung stattfinden
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Eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung fällt in der Regel erst im Kindergartenalter oder später auf. Sie kann sich bei Kindern dadurch äußern, dass sie schlechter verstehen, wenn es viele Geräusche in der Umgebung gibt, dass sie sich kleine Aufträge schlecht merken können oder Laute häufiger vertauschen. Aber auch eine Überempfindlichkeit gegen laute Geräusche kann ein Symptom einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung sein.
Gelegentlich werden die Hörprobleme auch erst von Erzieherinnen festgestellt und berichtet, da die Anforderungen an das Hören gerade im Kreise vieler lebhafter Kinder hoch sind. Aber auch in der Schule kann eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung auffallen, da sie sich auf das Lesen und Schreiben auswirken kann.
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Gelegentlich werden die Hörprobleme auch erst von Erzieherinnen festgestellt und berichtet, da die Anforderungen an das Hören gerade im Kreise vieler lebhafter Kinder hoch sind. Aber auch in der Schule kann eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung auffallen, da sie sich auf das Lesen und Schreiben auswirken kann.
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Die Diagnostik umfasst mehrere Gehöruntersuchungen, die zwar spielerisch durchgeführt werden, den Kindern aber zum Teil eine hohe Konzentration abverlangen. Die Untersuchungen werden daher meist auf mehr als einen Termin aufgeteilt und sollten auch die Sprachentwicklung einbeziehen.
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Eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung wird in der Regel durch eine Übungstherapie behandelt, die auf die Art und Ausprägung der Störung angepasst ist. Pädagogische Maßnahmen können z.B. bei Schulproblemen begleitend eingesetzt werden, die von Förderzentren „Hören“ der Bezirke koordiniert werden.
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