Erste beidseitige minimalinvasive navigierte Hüftprothesen-OP in Deutschland
Soeben erfolgreich an der EuromedClinic durchgeführt
Nürnberg/Fürth: Erstmals in Deutschland wurde einer Patientin in der EuromedClinic mittels minimalinvasivem und navigiertem Verfahren eine beidseitige
zementfreie Hüftprothese innerhalb nur einer einzigen Operation eingesetzt. Die 60jährige, in
Nürnberg gebürtige Patientin, bei der man sich aufgrund der Schwere ihrer Hüftarthrose zu dieser OP
entschlossen hatte, war bereits am 2. Tag nach der Operation mit zwei Unterarmgehstützen
mobilisiert. Privatdozent Dr. med. Jonas Gehr, Leitender Arzt des Zentrums für Orthopädie,
Neurochirurgie und Unfallchirurgie, der den Eingriff vornahm, zeigt sich über den guten
Gesamtzustand der Patientin hoch erfreut.
Die für Patienten aufgrund des geringeren Blutverlustes und der verminderten Gesamtbelastung
wesentlich besser verträgliche minimalinvasive Operationstechnik wird bisher üblicherweise auch bei
beidseitiger Hüftarthrose nur einseitig im Abstand von 8 bis 12 Wochen angewandt, was für die
Patienten eine nicht unerhebliche Belastung darstellt. Bei der nun in der EuromedClinic operierten
Patientin war das Ausmaß des Gelenkverschleißes jedoch so groß, dass eine nur einseitige Operation
zu erhöhten Risiken durch potentielle Fehlbelastung und Folgestürze geführt hätte.
Die beidseitige Operation in der EuromedClinic erfolgte mittels zwei ca. 8 cm großen Hautschnitten unter größtmöglicher
Schonung der Muskulatur, da diese bei minimalinvasiven Verfahren nicht durchtrennt werden muss.
Hierbei wurde zur exakten Platzierung der Prothesen (Schaft und Pfanne aus Titanlegierung und
Oxinium-Köpfen) mit einem Navigationsgerät gearbeitet, welches im Falle einer beidseitigen
minimalinvasiven Hüftprothesenimplantation ein zusätzliches Novum darstellt: Außer der besseren
Präzision können so zum Wohle der Patienten Verrenkungen vermieden und die Haltbarkeit des
Implantats verbessert werden.
PD Dr. med. Gehr setzt die Navigation bereits seit 8 Jahren, - bzw. kombiniert mit der
minimalinvasiven Technik bereits seit einem Jahr -, ein, um bei Patienten eine möglichst
schmerzarme und vor allem vollbelastbare Situation sofort nach der Operation zu erzielen. Diese
wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess und die Standzeit der Prothesen aus. Während Patienten
bei einseitiger Hüftoperation schon nach wenigen Tagen ohne Gehstützen laufen können, rechnet PD
Dr. med. Gehr bei der nun operierten Person mit etwa drei bis vier Wochen: „Für die Patientin war
dieser Eingriff die schonendste und schnellste Möglichkeit, ihr wieder zu einem schmerzfreien Gehen
zu verhelfen. Hätten wir auf eine zweite Operation warten müssen, wären zwischenzeitlich aufgrund
der einseitigen Schmerzsituation und Bewegungseinschränkung Stürze wahrscheinlich gewesen. Wir
werden dieses Verfahren in Zukunft in ähnlich schweren Fällen erneut empfehlen.“
31. Juli 2008
Kontakt für Rückfragen:
Karin Rönspies
Tel. 0911-377 47 33 oder roenspies@milemark.de
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